| Mönter: Wilhelm Gössmann über die Heiterkeit und die Liebe |
| 07.09.2009 19:00:00 Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG Kirchplatz 1-5 Meerbusch-Osterath Hotline: 02159/3530 Eintritt: 5,- |
Gleich an zwei Abenden gastiert der bekannte Literaturwissenschaftler Wilhelm Gössmann im Buch- und Kunstkabinett Mönter, Kirchplatz 1-5, in Osterath. Am Montag, 7. September ab 19 Uhr stellt er zunächst sein neues Werk „Wann die Seele aufklart – die Entdeckung der Heiterkeit“ vor. Genau eine Woche später spricht er zur gleichen Uhrzeit über die „Faszination von Frauengestalten“ und stellt dabei noch unveröffentlichte Zyklen aus seiner Liebesdichtung vor.„Aller Anfang ist heiter“ schrieb Goethe einst. Schiller bemerkte ebenso: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“. Für Gössmann ist die Heiterkeit eines der höchsten Güter des Menschen. In 84 kurzen Gedichten spürt der Autor der aufklarenden Grundeinstellung nach. Die Heiterkeit auf verschiedenen Ebenen lyrisch erfahren – vom Wetterphänomen des aufklarenden Himmels nach einem heftigen Regenschauer hin zur heiteren Geselligkeit einer feiernden Runde. „Vielleicht ist die höchste geistige Errungenschaft die Heiterkeit der Seele, eine meditative Grundhaltung und poetische Gestimmtheit, die Schwermut und Melancholie ertragen kann“, meint Gössmann. Der 82-Jährige ist in und um Düsseldorf bekannt als emeritierter Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Heinrich-Heine-Universität und den Mitgliedern der Heine-Gesellschaft, deren erster Vorsitzender er von 1973 bis 1983 war. Bis heute trägt Gössmann mit seinen wissenschaftlichen wie literarischen Beiträgen das kulturelle Leben rund um die Landeshauptstadt mit. Er hat schon mehr als 50 Bücher veröffentlicht, neben Romanen und Lyrik auch zu kulturgeschichtlichen Themen etwa zu Heine, Droste, Eichendorff und Spee sowie zu Ikebana. Seit knapp 50 Jahren arbeitet Gössmann bereits an einem vierbändigen Werk mit dem Titel „Zu Zweit“, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Einige Teile davon stellt er vorab am 14. September im Osterather Kulturzentrum vor. Dabei geht es vorrangig um das harmonische Zusammenleben zwischen Mann und Frau. „Zur Liebe gehört die Zweisamkeit“, betont Gössmann. Ebenfalls im Mittelpunkt des Werks steht die Emanzipation der Frau. „Die Frauen sollen genauso gleichberechtigt und eigenständig sein wie Männer. Trotzdem gehören Mann und Frau einfach zusammen, Liebende kommen nur zu zweit in den Himmel, niemals allein“, sagt Gössmann. |
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