| Mönter: Lesung für Kinder über „Kotzmotz, der Zauberer“ |
| 05.03.2009 19:00:00 Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG Kirchplatz 1-5 Meerbusch-Osterath Hotline: 02159/3530 Eintritt: 3,- |
Wenn der Zauberer Kotzmotz tobt und wütet, halten alle Tiere im Wald den Atem an und verstecken sich. Selbst die Bäume zittern vor Angst. Nur ein kleiner, unbekümmerter, zerzauster Hase lässt sich nicht beirren und landet unversehens direkt vor dem Haus des Zauberers. Wird es ihm gelingen, dem dunklen Magier zu widerstehen und seiner rasenden Tobsucht etwas entgegenzusetzen?Brigitte Werner erzählt am Donnerstag, 5. März ab 16 Uhr im Buch- und Kunstkabinett Mönter, Kirchplatz 1-5, in Osterath ihre wunderbare Geschichte über intensive, elementare Gefühle von Angst, Wut, Einsamkeit, Zutrauen und Zärtlichkeit – mit viel Humor und einer schier unerschöpflichen Lust an den poetischen und bildhaften Möglichkeiten der Sprache. Werner war zehn Jahre lang als Grundschullehrerin in Herne tätig. 1982 gründete sie das freie Kindertheater „Pappmobil“, wo sie bis 1992 tätig war. Seither tritt sie selbstständig als Schauspielerin und Akteurin auf. Sie schrieb 14 Kindertheaterstücke und wurde dafür mit verschiedenen Literatur- und Förderpreisen ausgezeichnet. Ihr neuestes Werk für Kinder ab fünf Jahren dreht sich um einen kleinen Hasen, der sich am liebsten lange und schöne Wörter ausdenkt. Eines Tages bekommt der Zauberer Kotzmotz wieder einen seiner Wutanfälle. Der kleine Hase kann das nicht verstehen und sucht ihn auf. Hier findet der kleine Hase nun den Grund für all die scheußlichen Worte, die der Zauberer ruft. Sein Heim ist grau und düster. „Hier würde es doch jedem schlecht gehen“, denkt sich der kleine Hase und beschließt, dem Zauberer zu helfen. Er malt mit ihm das Haus bunt an und erinnert ihn an all das Nette und die Freude, damit der Zauberer auch wieder schöne Wörter bilden und nicht nur fluchen kann. „Ich wollte zwei widersprüchliche, kontrastreiche Figuren darstellen, die lernen, einander zu vertrauen, sich streiten und auch wieder versöhnen können“, erzählt Werner. „Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, dass da unsere dunklen und lichten Anteile miteinander ringen. Der eine Teil muss den anderen erlösen. Aber das ist beim Schreiben nicht über den Kopf gelaufen, sondern im Erzählen entstanden.“ Die Geschichte über die ungleiche Freundschaft von Hase und Zauberer ist ihr gelungen. Durch die genauen Beschreibungen der Gefühle wirken die beiden Figuren sehr lebendig. „Eigentlich dachte ich, dass das Buch für Kinder ab zehn Jahren nicht mehr so interessant wäre. Aber in Grundschulen lese ich immer vor allen vier Schuljahren. Und ich stellte fest, dass selbst die wilden Jungs in der vierten Klasse, die sich am Anfang cool auf ihrem Stuhl lümmeln, plötzlich wieder ganz kindlich werden“, berichtet die Autorin. „Und das nicht nur bei den Wutwörtern des Zauberers, sondern gerade auch bei den Streichelwörtern des Hasen.“ |
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