Mönter: Vortrag von Robert Rameil
über die Franzosen am Rhein
16.02.2009
19:00:00

Buch- und Kunstkabinett
Konrad Mönter KG
Kirchplatz 1-5
Meerbusch-Osterath

Hotline: 02159/3530
Eintritt: 5,-
Frankreich hat das Rheinland nachhaltig geprägt. Am deutlichsten lässt sich das an den Wirkungen der „Franzosenzeit“ ablesen. Französische Revolutionstruppen besetzten 1794 die linksrheinischen Gebiete und gliederten sie später in ihren Staat ein. Knapp 20 Jahre lang herrschten die Franzosen im Rheinland und führten revolutionäre Neuerungen für viele Lebensbereiche ein. Aus Rheinländern wurden französische Staatsbürger. Was waren die Folge dieser Epoche? Wie viel Frankreich blieb im Rheinland? Mit diesen spannenden Fragen hat sich der Vorsitzende des Meerbuscher Geschichtsvereins, Robert Rameil, eingehend beschäftigt. Am Montag, 16. Februar ab 19 Uhr berichtet er im Buch- und Kunstkabinett Mönter, Kirchplatz 1-5, in Osterath, über das Thema.

Gesetzgebung, Wirtschaft, Gebietsverwaltung, Besitzumschichtungen, Kirchenverwaltung sowie Maße und Gewichte lauten die sechs Eckpunkte des freien Vortrags. „Es sind uns bis heute einige Dinge geblieben, die die Franzosen eingeführt haben“, verrät der 73-Jährige. Die Umstellung aufs metrische Maß und die Standesämter, die auf der anderen Rheinseite erst 80 Jahre später eröffnet hätten, gingen beispielsweise auf sie zurück.

Rameil ist bereits seit fast 40 Jahren autodidaktisch auf historischem Gebiet tätig. „Ich finde es spannend, bisher Unbekanntes zu heben, neue Sachen zu entdecken und sie zu veröffentlichen“, sagt er. Der ehemalige EDV-Kaufmann ist Mitbegründer des Geschichtsvereins Meerbusch, der im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte. In diesem Zeitraum hat Rameil 25 Ausgaben der Meerbuscher Geschichtshefte sowie sechs weitere Publikationen herausgegeben. Mehr als 50 historische Beiträge hat der Vorsitzende für diese Reihe verfasst. Hinzu kommen zahlreiche weitere Texte für befreundete Vereine in Heerdt, Holzheim, Wittlaer, Krefeld, Neuss, Olpe und Düsseldorf.

Seine Themenschwerpunkte sind die Geschichtsforschung in Meerbusch, insbesondere die Höfegeschichte, die Auswanderungsforschung im Kreis Neuss, Kreis Olpe und im Hochsauerlandkreis sowie Mundartforschungen. Von 1984 bis 1996 war Rameil Leiter des mundartlichen Arbeitskreises Osterath und Büderich. Seine Sammlung des Mundart-Wortschatzes umfasst in Büderich 4500 und in Osterath 3700 Stichworte.

 

Kontakt: email / Internetadresse

Pressefoto: Download
Worddatei: Download
>zurück