Mönters Woche der Weisheit der Völker:
Jörn-Uwe Wulf erzählt Märchen
und spielt auf keltischer Harfe
01.09.2008
16:00:00

Buch- und Kunstkabinett
Konrad Mönter KG
Kirchplatz 1-5
Meerbusch-Osterath

Hotline: 02159/3530
Eintritt: nachmittags 3,-, abends 5,-
Märchenzeit im Buch- und Kunstkabinett Mönter! Zu Beginn der „Woche der Weisheit der Völker“ im Osterather Kulturzentrum trägt Jörn-Uwe Wulf am Montag, 1. September Geschichten vor. Am Nachmittag (16 Uhr) sind zunächst die Kinder dran. Der Hamburger berichtet von drei Zaubermärchen aus Europa zum Träumen, Stillsein und Lachen. Rund 60 Minuten entführt er die kleinen Besucher in die Welt von „Harfen, Elfen und Zauberklängen“. In seinem zweiten Programm ab 19 Uhr, das eine halbe Stunde länger geht und eher für Erwachsene geeignet ist, steht das Märchen „Wünschegold“ im Mittelpunkt. Wulf erzählt von starken Frauen, tapferen Helden und dem Weg zur Königin vom großen Rad. Zauberhafte Märchen und gewaltige Mythen aus Irland, der Bretagne und England schließen sich an.

Bereits seit 1991 arbeitet Wulf als Erzähler und trägt in Bibliotheken, Schulen, Kindergärten, Altenheimen und auf Kongressen Volksmärchen aus aller Welt vor. Dabei begleitet er sich stets auf einer keltischen Harfe. Als reisender Erzähler verwendet er das Instrument so, wie sie auch in früheren Zeiten gebraucht wurde. Viele der Stücke entstanden wie nebenbei im Bemühen, seinen Zuhörern zu ermöglichen, sich auf Märchen und innere Vorstellungswelten einzulassen. So wurde die Harfe zur wichtigen und geliebten Partnerin seiner Kunst. Für Wulf ist diese Musik ein Weg, seine Gedanken zu sortieren, sich auszurichten und still zu werden. Mit ihrer Hilfe führt er die Besucher in ferne Erzähllandschaften, entspannt sich auch während seiner Auftritte und findet stets neue Konzentration.

Erzählen und Zuhören funktionieren nach der Meinung Wulfs nur, „weil Menschen sich etwas vorstellen können. Voraussetzung dieser künstlerischen Handlungen ist das Bildungsvermögen, im Sinne von: Sich-ein-Bild-von-der-Welt-machen können.“
Die Informationsaufnahme über den Erzähler sei eigenartig archaisch, direkt, von Angesicht zu Angesicht und fordere vom Zuhörer größte Aufmerksamkeit. Dadurch eigne sich das Erzählen vorzüglich für die Bearbeitung von Inhalten, die den Zuhörer in Kontakt mit sich selbst bringen. Das Volksmärchen mit seinem Fundus an archetypischen Bedeutungsinhalten sei geschaffen für dieses Vorhaben. „Durch das Hören eines Märchens werden dem Einzelnen innere Bilder ins Blickfeld gerückt, denen er sich aussetzen kann, zunächst ohne eigenbiographisch eingebunden zu sein“, sagt Wulf. „Der Transfer von Textinhalten auf das eigene Leben ist möglich, muss aber nicht gemacht werden.“

 

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