Mönters Woche der Weisheit der Völker:
Ulla Schreiber erläutert die
Botschaft von Mozarts „Zauberflöte“
05.09.2008
19:00:00

Buch- und Kunstkabinett
Konrad Mönter KG
Kirchplatz 1-5
Meerbusch-Osterath

Hotline: 02159/3530
Eintritt: VVK: 10,-; AK: 12,-
Mozarts „Zauberflöte“ ist einer der erfolgreichsten Opern aller Zeiten. Dennoch ist ihre tiefere Aussage nach wie vor ein Geheimnis. Die freischaffende Künstlerin Ulla Schreiber hat sich intensiv mit dem 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführten Singspiel beschäftigt und erläutert die Botschaft am Freitag, 5. September ab 19 Uhr im Buch- und Kunstkabinett Mönter, Kirchplatz 1-5, in Osterath. Damit schließt sie die „Woche der Weisheit der Völker“, die das Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit der Stiftung Rosenkreuz veranstaltet, ab.

Den Handlungsablauf der Zauberflöte in groben Zügen als bekannt voraussetzend, wird sie die spirituell bedeutsamen Aspekte der Oper, die Symbole und die Seelenbilder, die die einzelnen Figuren verkörpern, umfassend darstellen. Zur Auflockerung der Darstellung werden Carl Ludwig Beckendahl am Flügel sowie Maren Siegel (Sopran) und Carsten Mainz (Bariton) einzelne Ausschnitte der Oper, Gesangs- und Instrumentalpassagen zum Besten gegeben.

Ihre große Popularität verdankt die Zauberflöte sicherlich der großartigen Musik. Jedoch haben offensichtlich auch die Gestalten und die Handlung des Stücks eine magische Wirkung auf das Bewusstsein des Betrachters. Die Faszination liegt darin, dass sich unter der Oberfläche der aktuellen Handlung der Oper eine Ebene der Deutung befindet, die sich nur demjenigen erschließt, der es vermag mit seinem Herzen „hinter die Dinge” zu blicken.

Unter Regisseuren gilt die Oper als besonders schwierig zu inszenieren. Das Libretto wirkt wie eine verworrene und zum Teil widersprüchliche Mischung aus Märchen, Hanswurstiade und Einweihungsritual. Im Allgemeinen begnügt man sich deshalb damit, in der märchenhaften Handlung den bekannten Kampf von Licht und Finsternis zu sehen, der in dem Sieg des Lichtes und einem Loblied auf die menschliche und die göttliche Liebe endet.
Doch was meint der angeblich so weise und gütige Sarastro, wenn er zu Pamina sagt: „Zur Liebe will ich dich nicht zwingen, doch geb’ ich dir die Freiheit nicht“? Welche Liebe ist gemeint und weshalb duldet Sarastro einen hinterhältigen Diener wie den Mohren Monostatos in seinem Palast, wenn er andererseits singt: „In diesen heiligen Mauern, wo Mensch den Menschen liebt, kann kein Verräter lauern...?“ Warum spielt die Oper in einer Art Parallelmontage durchweg auf zwei Ebenen, einer profanen und einer sakralen Ebene? Diesen und vielen anderen Fragen geht Ulla Schreiber in ihrem Vortrag nach.

 

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