| Mönter: Dag Hammarskjöld-Biografie Ein Wanderer auf dem Weg zu einer spirituellen Diplomatie |
| 04.11.2005 19:00:00 Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG Kirchplatz 1-5 40670 Meebusch-Osterath Hotline: 02159/3530 Eintritt: 5,- |
Zum 100. Geburtstag Dag Hammarskjölds wird am Freitag, 4. November, 19 Uhr, im Rahmen des KulturHerbst 2005 im Osterather Kulturzentrum Mönter eine Veranstaltung stattfinden, die unter der Überschrift steht: „Politiker - Schriftsteller - Christ“. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Stephan Mögle-Stadel, Leiter des D. H.-Institutes für Globalisierungsfragen und Menschheits-Ethik, Vorstand der internationalen Weltbürgerstiftung in New York sowie Autor und Herausgeber der fundamentalen Biografie „Vision einer Menschheitsethik“ erklärt das spirituelle Erbe. Hammarskjöld war ein Mensch und Friedenspolitiker, der nicht scheute, Weltmächten Schranken zu weisen. Sein Name ist vor allem mit seiner richtungsweisenden Tätigkeit als General-Sekretär der UNO (1953 - 61) verbunden. Sein gewaltsamer Tod am 17. September 1961 bei einem Flugzeugabsturz löste eine Fülle von Spekulationen, Vermutungen und Gerüchten aus. Aufgeklärt wurde er nie. Was allein schon sonderbar anmutet. Schließlich handelte es sich um den Tod des ersten Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Ein politisches Mordkomplott?Im Rückblick ragt der 1905 in Jönköping in Schweden geborene Hammarskjöld wie eine Lichtgestalt aus den Niederungen der internationalen Politik hervor und blieb bisher der einzige Mensch, dem der Friedensnobelpreis posthum verliehen wurde. Als Menschenrechtler, als Initiator der UN-Blauhelmtruppen und als Anwalt der Dritten Welt im mühsamen Prozess der Entkolonialisierung. Wer ihn näher kennen lernen möchte, lese in seinem (einzigen) Buch: „Zeichen am Wege“. Es ist dadurch entstanden, dass sein Autor Tagebuch-Aufzeichnungen seines wahrhaft bewegten Lebens machte, die er kurz vor seinem Ende in einem Brief an einen Freund unter anderem so kommentierte: „Wenn Du findest, dass sie es verdienen gedruckt zu werden, so gib sie heraus als eine Art Weißbuch meiner Verhandlungen mit mir selber - und mit Gott.“ Dag Hammarskjölds Nachrufe mussten nach Veröffentlichung seines Tagebuchs, das auch in Deutschland zum Bestseller wurde, neu geschrieben werden. In seinen Aufzeichnungen gab er sich zu erkennen als ein neuzeitlicher „Eingeweihter“, der seine kosmopolitischen Visionen als neue Menschheitsethik zur Grundlage seiner Tätigkeit machte, bis er, wie nicht wenige Sachverständige mutmaßen, durch ein heimtückisches Mordkomplott westlicher Geheimdienste und eines multinationalen Konzerns mit Sitz in Brüssel sein Leben verlor. Stephan Mögle-Stadel begann 1994 damit, Hammarskjölds esoterisches Lebenswerk zu dechiffrieren. Unter Zuhilfenahme bislang unveröffentlichten Materials und durch Gespräche mit noch lebenden Mitarbeitern gelang es ihm, die Hintergründe jenes Mordkomplotts zu durchleuchten, den „Einweihungsweg“ Hammarskjölds nachzuvollziehen und in Beziehung zu setzen mit dem politischen Wirken. Zugleich rückt Mögle-Stadel die erfolgreichste Zeit der UNO ins Blickfeld, und es wird deutlich, welcher Geist dort einziehen müsste, um sie wieder zur echten Menschheitsorganisation zu machen. Der studierte Psychologe und Historiker Mögle-Stadel schreibt über Hammarskjöld als einen Wanderer zwischen den Welten, einen Freimaurer vielleicht, unterwegs auf dem Weg zu einer spirituellen Diplomatie. |
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