| „notabu-Ensemble“ spielt bei Mönter „Totentanz“ steht thematisch im Mittelpunkt dieser neuen Musik |
| 09.11.2007 20:00:00 Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG Kirchplatz 1-5 Meerbusch-Osterath Hotline: 02159/3530 Eintritt: 12,- |
Im Rahmen der Ausstellung mit Werken des Baseler Bildhauers Felix Seiler im Osterather Kulturzentrum Buch- und Kunstkabinett Mönter wird Mark-Andreas Schlingensiepen mit dem „notabu-ensemble neue musik“ am Freitag, 9. November, ab 20 Uhr ein Kammerkonzert geben, dessen Schluss-Quartett mit Titel „Totentanz“ von Schlingensiepen vor etwa sieben Jahren, inspiriert durch die Totentanz-Bilderwand Seilers, komponiert wurde. Die komplexe, verstörende Assoziationen wachrufende künstlerische Abstraktion eines Urthemas unserer Menschheitsgeschichte fand am 3. Dezember 2004 im Udo-van-Meteren-Saal der Clara-Schumann-Musikschule in der Landeshauptsstadt Düsseldorf statt. Der Eintritt zur erstmaligen Aufführung vor der zugrunde liegenden Bilderwand Felix Seilers bei Mönter beträgt im Vorverkauf zehn Euro, an der Abendkasse zwölf Euro.Das Konzert beginnt mit einem Duo für Violine (Aki Komiyama) und Violoncello (Dorothee Matthes), komponiert 1998 von Toshio Hosokawa. Weiß man davon, dass der Komponist beeinflusst ist durch die Kunst des japanischen Tuschezeichnens, das stark gestisch abläuft, erhöht dies die Transparenz der Darbietung deutlich. Es folgt das „Abime des Oiseaux“ für Klarinette solo (Stefan Hülsermann) von Oliver Messiaen aus „Quatres pour la fin du Temps“. Der Satz ist ein „Vogelgesang am Abgrund“. Vogelstimmen sind auch ein thematischer Schwerpunkt der „Sonate Nr.2 für Akkordeon“, die Grzegorz Stopa vorträgt. Der „Totentanz“ beschließt das spannende Programm der neuen Musik. „So wie bei der Hängung des Werkes die Form vor dem Hintergrund künstlerischen Sachverstandes intuitiv entstanden ist, soll sie für die Totentanz-Komposition durch die Anordnung der 24 auf die Zeichnungen bezogenen Abschnitte durch musikalische Interpretation geschaffen werden“, erklärt Schlingensiepen. Dass diese Reihenfolge deshalb keineswegs beliebig sein dürfe, verstehe sich aus der Forderung nach Form als Ergebnis der Anordnung. Nur das erste und das letzte Musikstück in der nummerierten (und so auch durchaus sinnvoll möglichen) Reihenfolge sollen erster beziehungsweise letzter Abschnitt einer jeden Fassung bleiben. Strukturelle Aspekte der Bilderwand spiegeln sich in der Besetzung der Partitur mit den vier Instrumenten Klarinette, Violoncello, Violine und Akkordeon wider. Auch wenn die musikalischen Aspekte nicht auf einzelne Bilder zu beziehen sind, geht es in ihnen dennoch um den musikalisch-menschlichen Bezug zueinander. Dabei kann zum Beispiel die Zweierkonstellation durch Einsatz zweier Instrumentengruppen oder eine Gruppe und ein einzelnes Instrument ausgedrückt sein. Die Art der Beziehungen dieser Konstellationen kann untereinander sehr verschieden sein. Die Beteiligten haben in einigen Abschnitten einen sehr genau definierten - traditionell notierten - Bezug, in anderen Teilen steht das scheinbare Nebeneinander der Protagonisten im Mittelpunkt. Inhalt allen Schaffens von Felix Seiler ist der Mensch. Der zentrale Punkt des „Nicht-Abstrakten“ bei aller Abstraktion der Darstellung ist weiterer Anknüpfungspunkt für das vorliegende Stück. Konkret wird es jedoch durch die Verwendung des Instrumentes von Tanz (Akkordeon) und Tanzmusik-Elemente. |
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