„Altogether Now“ spielen bei Mönter die zweite Samstags-Matinee
Focus des Jazz leiserer Art ist die großartige Stimme Angela Kristins
04.08.2007
11:00:00

Buch- und Kunstkabinett
Konrad Mönter KG
Meerbusch-Osterath

Hotline: 02159/3530
Eintritt frei
Einen „Jazz-Frühschoppen“ vom Feinsten hat das Osterather Kulturzentrum Buch- und Kunstkabinett Mönter am Kirchplatz 1-5 Interessierten am Samstag, 4. August, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr zu bieten. Der Eintritt ist frei. Die seit gut einem Jahr in der aktuellen Zusammensetzung spielende Evergreen-Band „Altogether Now, featuring Angela“ wird - nach sehr erfolgreichen Auftritten im Düsseldorfer „Pauls“ und im Neusser „Börsencafé“ - erstmals in Osterath virtuos die melodiöse Welt der Jazz- und Latin-Standards in ein abwechslungsreiches Programm zu weben wissen. Neben den Instrumentals wie „All blues“ oder „Watermelon man“ steht der einfühlsame Gesang Angela Kristins im Mittelpunkt der Konzerte von „Altogether Now“ und ihrem Jazz von der leiseren Art.

Angela Kristin, die Vokalistin der Band, kam durch ihre intensive Beschäftigung mit Liedern und Werken des Komponisten George Gershwin (1898-1937), der mit der berühmten „Rhapsody in Blue“ 1924 den Durchbruch erzielte, zum Jazz. Bekannt sind von Gershwin auch „Ein Amerikaner in Paris (1928) und die Oper „Porgy und Bess“ (1935), die kongenial interpretiert worden ist durch Ella Fitzgerald und Louis Armstrong. In all diesen Werken wird deutlich, warum Gershwin als Begründer des sogenannten sinfonischen Jazz gilt, in dem Elemente europäischer Musik mit der afrikanischen zur Einheit verschmelzen.

Den unübertrefflichen, großen klassischen Evergreen „Summertime“ aus „Porgy und Bess“ weiß Angela Kristin ebenso tief und gefühlvoll zu interpretieren wie die auch im Kollektivgehör sterngleich leuchtenden „Autumn Leaves“ oder „Sunny“, das derart häufig und von so vielen namhaften Sängern und Gruppen interpretiert wurde, dass eine Aufzählung der Fassungen des Songs mittlerweile jeden Rahmen sprengt. Es sind Lieder, die immer wieder neu zu klingen vermögen, Perlen. Angela Kristin wird aber auch weniger bekannte Jazz-Kompositionen so zu singen wissen, dass der Zuhörer überlegen wird, wo er diese Melodien schon einmal gehört haben könnte. Die geneigten Gäste werden zum Beispiel „Dindi“ aus der Feder des Jazz-Gitarristen Pat Metheny für sich neu entdecken können, weil von vorneherein durch die Art des Zusammenspiels eine Brücke der Vertrautheit geschaffen ist.

Für diesen Effekt ist maßgeblich die Band verantwortlich, die die Ausnahme-Stimme Angela Kristins einfühlsam zu begleiten weiß. Für die angemessene Einbettung des Gesangs, die Unterstützung und lenkenden Kräfte sorgt ein professionelles Trio aus erfahrenen und bekannten Musikern, die bereits auf Auftritte zurückblicken können mit Ali Claudi, Axel Fischbacher oder auch, in einer Fusion-Gruppe, mit Herbert Grönemeyer. Als sensibler und virtuoser Gitarrist ist Matthias Schulze Jazz-Fans ein Begriff, ebenso der ideenreiche Thomas Giessler am Bass und last but not least der variationsfreudige Percussionist Axel Adams, der eher mit „narrativem“ Schlagwerk arbeitet wie Congas, Bongos und Becken und damit dem Ganzen einen konzertant-akustischen Effekt zu verleihen in der Lage ist. Es geht aber, auch wenn vorwiegend Musik eher leiser Art gespielt wird, in „Altogether Now“-Konzerten beschwingt-rhythmisch zu und nicht selten wird ein Latin-Sound erreicht, bei dem es die Zuhörer schwer auf ihren Sitzen hält.

 

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