| Spitzen-Bratschistin bei Mönter Professor Diemut Poppen bietet erlesene Werke für Viola solo dar |
| 05.05.2006 19:00:00 Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG Kirchplatz 1-5 Meerbusch-Osterath Hotline: 02159/3530 Eintritt: 10,- Vorverkauf 12,- Abendkasse |
Einen Bratschenabend auf höchstem Niveau bietet das Osterather Kulturzentrum Buch- und Kunstkabinett Mönter, Kirchplatz 1-5, seinen Gästen im Rahmen des Kultur-Frühlings am Freitag, 5. Mai, ab 19 Uhr. Frau Professor Diemut Poppen wird ein außergewöhnliches Programm für Viola solo aufführen, darunter Werke von mathematischer Schönheit aus der Feder Johann Sebastian Bachs. Bach wird kontrastiert mit einer romantischen Komposition von Henri Vieuxtemps und mit modernen Stücken: Paul Hindemiths rhythmisch mitreißender Sonate sowie ganz kurzen aphoristisch prägnanten "Zeichen", so der ungarische Titel, des Komponisten György Kurtag. Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt zehn Euro.In Münster/Westfalen wurde Diemut Poppen in eine musikalische Familie geboren und erhielt im Alter von sieben Jahren den ersten Violinunterricht. Bereits mit neun Jahren trat sie in Konzerten auf. Über die Kammermusik kam sie schon früh zur Bratsche, die sie mit 17 Jahren zu ihrem Hauptinstrument machte. Ihre Studien absolvierte Diemut Poppen in Düsseldorf, Köln, Aachen, Berlin, Paris und Bloomington/USA. Sie wurde als Stipendiatin in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Zu ihren Lehrern zählten mit K.Kashkashian, B.Giuranna, J.Bashmet, H.Schlichtig und dem Amadeus-Quartett die großen Meister der internationalen Bratschenwelt. Es nimmt kaum Wunder, dass Diemut Poppen heute selbst zu den gefragtesten Bratschistinnen zählt. Konzertreisen führten sie schon in jungen Jahren als Solistin und Kammermusikerin in die bedeutendsten Musikzentren der Welt. So hatte sie Gelegenheit mit Musikern wie Frans Brüggen, Heinz Holliger, Claudio Abbado, Andracsz Schiff, Gidon Kremer oder Isabelle van Keulen aufzutreten, um nur einige zu nennen. Ihre große Liebe gilt ihrem Instrument entsprechend der Kammermusik. Diemut Poppen wurde auch in eigenen Gruppierungen schon früh bekannt, unter anderem war sie Mitglied im „Orsino-Quartett“, „Kammerensemble der Mozartwoche Salzburg“, „Schubert-Oktett“, „Bosch-Quartett“, „Poppen-Trio“ (mit ihrem Bruder Christoph Poppen) und im Duo mit Vassily Lobanov. Seit 1981 ist sie Mitgründerin und Solobratschistin im „Chamber Orchestra of Europe“. 1990 wurde Diemut Poppen mit dem Europäischen Förderpreis für Musik ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt sie mit 29 Jahren einen Ruf als Professorin für Viola und Kammermusik an die Musik-Hochschule Saarbrücken. 2004 folgte der Ruf an die Musikhochschule in Detmold als Nachfolgerin von Professor Nobuko Imai. Von 2006 an hat sie die Professur für Viola an der berühmten Escuela da musica di Reina Sofia in Madrid inne. Neben ihrer Konzert- und Hochschultätigkeit wird Diemut Poppen zu Meisterkursen im In- und Ausland eingeladen, unter anderem am Mozarteum Salzburg. Vor zehn Jahren übernahm sie die Leitung der Kammer-Musik-Kurse an der Thüringischen Sommerakademie, einem beliebten Sommercamp für Musikstudenten. Ein Jahr später war sie Mitbegründerin der Osnabrücker Kammermusiktage, deren künstlerische Leitung sie bis 2001 mit dem Pianisten Vassily Lobanov inne hatte. Außerdem wird sie regelmäßig zur Mitarbeit bei Orchesterakademien im In- und Ausland eingeladen, ebenso als Jurorin zu internationalen Wettbewerben, zum Beispiel dem ARD-Wettbewerb, und hat Aufnahmen für Radio, Fernsehen und diverse Schallplattenfirmen eingespielt. |
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